Werwölfe
Während normale Gestaltwandler ein Gen besitzen, das sie zu dem macht, was sie sind - haben Werwölfe kein Gen geerbt und tragen mehr einen Virus in jeder Zelle ihres Körpers. Wie dieser Virus entstand, ist unbekannt und auch, dass er noch nie nachgewiesen wurde, liegt daran, dass er lediglich an Vollmond erkennbar wird und zu einer urplötzlichen Metamorphose des ganzen Organismus führt.


Stärken
  • Übermenschliche Körperkraft: Auch in frühen Stadien sind ihre Muskeln ausgeprägter, im Laufe der Verwandlung wächst ihre Körperstärke.
  • Schnelle Regeneration: Wunden, die normalen Menschen zum Verhängnis würden, heilen bei ihnen in wenigen Minuten oder Stunden.
  • Verstärkte Sinne: Nachts sind ihre Augen ebenso geschärft, ebenso ihr Geruchs- und Gehörsinn.
  • Hohe Widerstandsfähigkeit: Sie sind weniger empfindlich für Erschöpfung, Kälte, Schmerzen oder Gifte.
  • Jagdinstinkt: Sie folgen einer uralten Beutefährte, die für die Jagd ebenso wertvoll ist, wie für das Verfolgen von Zielen.


Schwächen
  • Silber: Waffen aus Silber verursachen schwer heilbare Wunden, brennen das Fleisch und schwächen ihn deutlich.
  • Vollmond-Zwang: Einmal im Monat muss der Körper dieser Verwandlung folgen; der Verstand hat in dieser Zeit keinen Zugriff.
  • Verlust von Rationalität: Besonders in den Vollmondnächten werden der Verstand und das Ich von der Bestie zurückgedrängt — das Verhalten wird instinktiv, wild und schwer steuerbar.
  • Verwundbarkeit im Anschluss: Nach der Verwandlung sind Werwölfe geschwächt und ausgezehrt, weil ihr Körper immense Energien verbrauchen musste.

Shortfacts: Grad der Verwandlung
Der anschließende Grad der Verwandlung ist abhängig von der Zeit die der Mensch sich schon zu einem Wolf verwandelt. Es gibt nachfolgende drei Stufen:
1. Stufe: 0-5 Jahre
Der Mensch ist auch im verwandelten Zustand noch eindeutig erkennbar. Es ist mehr eine Halbverwandlung. Die Zähne und Kieferpartie treten kräftiger hervor, die Fingernägel werden scharf und kräftig, die Muskeln werden zäh und deutlich erkennbar. Bereits existente Haarpartien werden während der Verwandlung wilder und dichter. Es kommt auf die Geschehnisse der Nacht an, ob der Mensch am Morgen vielleicht noch in Teilen seiner Kleidung erwacht.
2. Stufe: 5-10 Jahre
Während dieser Zeit nimmt die Behaarung des Körpers im Verwandelten Zustand immer weiter zu, nun werden auch die Muskeln dicker und Kleidungsstücke werden schon bei der Verwandlung abgerissen. In dieser Phase sind der Gesundheitszustand und das körperliche Wohlbefinden des Menschen dafür verantwortlich, wie stark oder schwach die Verwandlung ausfällt.
3. Stufe: ab 10 Jahre
Der Mensch verwandelt sich nun vollständig in einen Werwolf. Dieser ist natürlich kein wahrer Wolf, sondern zeigt deutliche Unterschiede zu den Wildtieren. Das Tier wird auch seine Kleidung komplett vernichten während der Verwandlung.



die Animasectio - das „Ritual der Zweisilbenseele“
Nicht jeder Werwolf will bleiben, was er ist. Für jene, die sich von ihrer animalischen Seite trennen wollen – dauerhaft und endgültig –, gibt es eine alte, beinahe vergessene Möglichkeit. Sie ist gefährlich, nicht ohne Opfer und nur mit Hilfe anderer Wesen durchführbar.
Voraussetzungen:
Der Werwolf muss die Verwandlung mindestens dreimal vollständig durchlebt haben (also drei Vollmonde), damit die Bindung zur Bestie „greifbar“ ist.

Es braucht die Hilfe von zwei Begleitwesen:
  • Ein Wesen, das tief in das Bewusstsein des Werwolfs eindringen kann (Telepath, Sphinx, …). Nachfolgend werden wir einfach eine Telepathin verwenden.
  • Ein Wesen, das sich mit Lebens- oder Feuermagie, am besten mit beidem auskennt. Nachfolgend werden wir einfach einen Magier verwenden.
Ort des Rituals muss ein natürlicher Kreuzungspunkt alter Magie sein – oft ein Fae-Kreis, ein verlassener Steinkreis oder ein ur-alter Feenhügel.


Ablauf:
1. Trennung der Seele:
Die Telepathin muss den Werwolf in Trance versetzen. Dort begegnet er seiner inneren Bestie – der animalischen Seite, die ihn durchdringt. Es kommt zu einem inneren Kampf. Nur wenn der Mensch gewinnt – nicht durch Gewalt, sondern durch klare Absicht –, öffnet sich der „Riss“.

2. Ritual der Umkehr:
Zeitgleich entfacht der Magier ein spezielles Ritualfeuer, gespeist durch Runen, Blut und Feuerkraut. In diesem Moment wird die emotionale Bindung zwischen Mensch und Wolf gelöst. Das Feuer dient als Übergang, durch das nur eine Seele zurückkehrt – die menschliche.

3. Der Preis:
Der Wolf wird nicht getötet, sondern ausgelagert – als astrale Kreatur oder körperliches Schattenwesen. Manchmal bleibt er an den Ort des Rituals gebunden, manchmal streift er als „Hautloser“ durch die Welt.
Der Mensch verliert alle übernatürlichen Fähigkeiten – Heilung, Lebensdauer, Stärke. Manche sagen, ein leiser Rest der animalischen Seite bleibt… ein Echo im Traum, eine Gier im Blick.


Wichtige Hinweise
  • Nur wenige wissen um das Ritual – und nicht jeder, der es kennt, ist bereit, es durchzuführen.
  • Die Trennung funktioniert nur, wenn der Mensch wirklich frei werden will – wer zweifelt, scheitert.
  • Manche Ex-Werwölfe berichten, dass sie ihren „alten Schatten“ noch hören – besonders bei Vollmondnächten.