Versteckt unter den ältesten Steinen der Stadt liegt ein Markt, den man nicht zufällig betritt. Der Name
Sithean Fair setzt sich zusammen aus dem schottisch-gälischen Wort Sithean (ausgesprochen etwa shee-an) was Feenort bedeutet. Fair bedeutet Jahrmarkt. Zusammengesetzt ist der Sithean Fair ein Ort, an dem Waren gehandelt und Wesen zusammengebracht werden, oft mit einer Mischung aus Fest und Handel.
Geprägt ist das aussehen des Marktes in der alten Kavernenstruktur von Mooswänden, glimmende Ranken, Nebel aus phosphoreszierender Luft bröckelnder Stadtgeschichte, vergessenen Gewölben und gebauter Zweckmäßigkeit. Der Boden federt unter den Füßen wie Waldboden, obwohl man weiß: Man ist unter der Stadt. Die Gänge verzweigen sich. Mauern aus Stein und Ziegel, teils überzogen von Moos und metallenen Rohren, dazwischen eingewachsene Fassaden aus Jahrhunderten: viktorianische Fenster neben gusseisernen Gittern, geschnitzte Holztüren neben Stahlklappen mit Runenverriegelung. Der Markt lebt, wandert leicht, wächst weiter. Wer seinen Weg kennt, findet, was er sucht. Wer nicht – wird gefunden.
Viele Händler und Besucher haben ihre eigenen Eingänge, die meisten jedoch kommen durch den Zugang vom
The World's End.
Stände & Besonderheiten |
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Der Markt hat viele Stände und sie sind alle magisch, besonders und mal sind sie da, dann wieder nicht. Hier eine kleine Auswahl, was eigentlich immer zu finden ist:
- Stand für Elixiere und Tinkturen: Ein windschiefer Stand aus gealtertem Holz, Flaschen mit Atem aus anderen Welten, Deckel versiegelt mit Wachs, das nie ganz fest wird. Das Etikett erscheint erst, wenn man die Flasche berührt.
- Stand für Heilsalben und Tränke: Zwischen zwei schiefen Pfeilern steht ein Regal voll dicht beschrifteter Tiegel, verschnürt mit Kordel oder Seide. Ein Kräuterdunst hängt in der Luft – Lavendel, Harz, Eisenkraut. Eine schwebende Lampe wirft warmes Licht. Die Verkäuferin spricht nicht; sie reicht stumm die richtige Salbe. Bezahlt wird zumeist mit dem eigenen Haar.
- Der Blutstand: Ein schwarzer Marmortisch, kühl und still, darauf Phiolen in allen Farbtönen des Lebens. Jede trägt ein Etikett mit Ort, Zeit und Gefühl. Der Händler spricht kaum – wer zahlt, tut es mit Erinnerung oder eigenem Blut.
- Tauschstein: Ein flacher Tisch aus dunklem Stein, ohne Händler, ohne Namen. Wer etwas ablegt, findet später etwas anderes. Es passt immer – nur selten zum Wunsch. Die Fae beobachten ihn still.
- Stand für Rüstungen und Waffen: Ein schwerer Stand mit Eisenrahmen und ledernen Decken. Klingen, von Hand geschmiedet und gesegnet, liegen neben Phiolen, die übernatürliche Spuren sichtbar machen. Dazwischen: Schutzamulette, kalt auf der Haut, warm im Kampf.
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Wichtige Regeln |
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- Neutraler Boden: Kein Blut. Keine Magie. Kein Streit.
- Tauschhandel statt Geld: Manche Händler nehmen Münzen, andere wollen Namen, aber die wahren Schätze kosten dich Erinnerungen oder Gefühle.
- Der Markt hört zu: Man sollte aufpassen, was man sagt – manchmal wird es Wirklichkeit.
- Der Markt lebt: Man sollte nicht erwarten, dass der Markt das nächste mal genauso ist, wie das letzte mal.
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