Magier und Magierinnen
Magie ist so alt wie das Universum selbst. Sie war schon immer da, ist jedoch nicht für jeden greifbar. Es scheint fast so, als hätten nur bestimmte Menschen die Gabe erhalten, Magie anzunehmen und mit ihr zu wachsen. So kann man sagen, dass jede Hexe und jeder Magier auf einen alten Familienstammbaum zurückblicken kann. Wie genau das magische Erbe weitergegeben wird, lässt sich dabei nicht immer eindeutig sagen: Mal ist es stärker, mal schwächer ausgeprägt – manchmal wird auch eine oder mehrere Generationen übersprungen.

Grundsätzlich leben Hexen und Magier in einer familiären Struktur, manchmal aber auch in sogenannten „Coven“, einem Zusammenschluss mehrerer magischer Familien. Die Tradition sieht vor, dass junge Hexen und Magier von älteren Familienmitgliedern an die Magie herangeführt und ausgebildet werden – sofern diese dazu in der Lage sind.

Wie bei allen Lebewesen besitzen auch Hexen und Magier einen freien Willen und ihren eigenen moralischen Kompass. Je nach Umfeld kann dieser unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Da jede Macht auch missbraucht werden kann, lässt sich nicht pauschal sagen, ob Hexen und Magier Gutes oder Schlechtes tun. Fällt eine Person negativ auf und kann nicht durch ihr Umfeld zur Umkehr bewegt werden, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie verstoßen wird. Im schlimmsten Fall endet das auch in einem Kampf.

Meist wird in den Familien ein Buch der Magie weitergegeben, welches für die Magiekundigen heilig ist. Da nicht jeder alles können kann, gibt es Abstufungen in den Fähigkeiten der Magiekundigen:
(1) Die Novizen (Lehrlinge), die gerade erst anfangen sich in einem Bereich zu etablieren.
(2) Die Adepten, die einen mittleren Fähigkeitsgrad erreicht haben.
(3) Die Meister, die ihr Fach perfekt beherrschen.

Grundsätzlich ist in einer Familie meist nur eine der drei Magieformen vertreten. Die Elementarmagier machen sich die Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft und Leere) zu nutze. Dann gibt es jene Magier, die auf psychischer Ebene mit ihren Gedanken arbeiten. Und schließlich gibt es noch die spezielle Magie unter die die Lebensmagie, Photokinese und Nekromantie fallen. Eine spezielle Form der Magie ist außerdem die Sigillenmagie, die jeder erlernen kann, die durch zusätzliche Magie jedoch noch stärker wird.

Allgemeine Magie
Bevor sich ein Magier noch auf eine spezielle Magieform spezialisiert, erlernt er zunächst die allgemeinen Fertigkeiten. Diese Ausbildung beginnt bei den meisten Magiern schon im Kindesalter, bis sich mit der Zeit zeigt, für welche Magieform der Lehrling Talent besitzt. Jeder Magier, ungeachtet seiner Spezialisierung, beherrscht diese Allgemeine Magie.

Zur Allgemeinen Magie zählt:
  • Kräuterkunde und das Brauen von Zaubertränken, z. B. Heiltränke, Schutztränke, Tränke zur Aussehensveränderung etc.
  • Das Erkennen von Schutzbannen und das Ziehen von solchen um das eigene Haus oder sich selbst
  • Unterweisung in der Verschiedenartigkeit der Rassen, der Magier lernt die verschiedenen übernatürlichen Wesen, ihre Gesinnungen und ihre Schwächen, Stärken sowie spezielle Merkmale kennen
  • Mit der Zeit lernt der Magier, die Auren der verschiedenen Wesen zu erkennen und sie zu identifizieren, je älter ein Magier ist umso genauer und sicherer kann er die Wesen erkennen
  • Das Ausführen von Ritualen, z. B. zur Beschwörung von Schutzgeistern, das Anrufen von Engeln, zum Erschaffen von Schutzbannen etc.
  • Die eigene Magiekraft einzuteilen lernen, damit die eigene Gesundheit bei der Ausführung von Magie nicht gefährdet wird
  • Meist das Erlernen von alten Sprachen (Griechisch, Latein etc.), da viele alte Zauberbücher in diesen verfasst sind (das hat zwar nichts mit der Magie zu tun, aber mit Allgemeinbildung für Magier)

Die Magiekraft ist die Energie, die ein Magier oder eine Hexe generiert und mit der er die individuellen Zauber seiner Magieform wirken kann. Diese Magiekraft ist unterschiedlich stark ausgeprägt und wächst mit dem Alter und der Erfahrung des Magiers. Wenn ein Zauber gewirkt wird, zehrt dies an der Magiekraft und junge Hexen und Magier müssen lernen, ihre Kraft richtig einzuteilen. Wenn die Kraft völlig aufgebraucht wird und ein Magier sich übernimmt, kann dies schnell zur Ohnmacht und schwerwiegenderen gesundheitlichen Schäden führen.

Die Grundfertigkeiten in diesen Gebieten lernt jeder Magier und er beherrscht sie auch, je nach Magiestufe (Novize, Adept und Meister) ist sein Wissen vertiefter, größer und die Wirkungen von Ritualen, Bannen und Tränken verbessert sich und ihre Ausführung kostet weniger Kraft. Bei der Allgemeinen Magie wird viel Eigeninitiative verlangt, denn vieles muss in alten Büchern recherchiert werden... und das macht gerade jungen Zauberern nicht unbedingt Spaß...


Elementarmagie
Die Magieformen auf die ein Elementarmagier zurückgreift, basiert auf den fünf Elementen, an die noch die Griechen glaubten. Neben der Erdmagie, der Feuermagie, der Wassermagie und der Luftmagie gibt es noch die Magie der Leere.


Psychischemagie
Diese Magie hat viel mit kognitiven Fähigkeiten zu tun, denn sie findet im Bereich des Geistes statt. Viel Konzentration ist nötig, um die Magieformen dieses Feldes zu erlernen, und häufig sind ihre Praktizierenden überdurchschnittlich intelligent, sehr ruhig und manche meditieren auch. Grob kann man die Psychische Magie in die Telepathie und in die Telekinese einteilen.


Spezielle Magie
Für diese drei Magieformen gab es keine wirkliche Kategorisierung, daher werden sie unter "Spezielle Magie" geführt. Die Nekromanten beschäftigen sich mit der Todes- und Schattenmagie, die Heiler mit der Lebensmagie und die Lichtmagier üben sich in der Photokinese.